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RBB Dez 2012: Pause von der Pflege PDF Drucken E-Mail

(RBB, Text von Christine Schaller, Experten im Studio)

Zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden zuhause von Angehörigen gepflegt.

Aufgerieben zwischen Beruf, Haushalt und Familie wird deren Leben oft zur Zerreißprobe. Was viele nicht wissen, es gibt Hilfe. Kurzzeitpflege zum Beispiel - für eine Pause von der Pflege.

„Vor allem Frauen haben große Mühe mit dem ‚Abgeben' ihrer Lieben", sagt Gabriele Tammen-Parr von der Beratungsstelle „Pflege in Not". An sie wenden sich oft völlig verzweifelte pflegende Angehörige. Sie fühlen sich von der Situation überfordert, haben Angst selbst krank zu werden, sind sozial isoliert. Hinzu kommen schwere Beziehungskrisen zwischen Pflegendem und Gepflegtem. Wut, Gewalt - keine Seltenheit in den Familien. Immer gepaart mit quälenden Schuldgefühlen. „Frauen tendieren dazu zu denken, nur sie wüssten, was ihrem Mann oder ihrer Mutter gut tut. Niemand könne ihn oder sie so gut versorgen wie sie selbst", so Tammen-Parr. Ein Trugschluss, denn wer sich nicht ab und zu Auszeiten gönnt, brennt aus.

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